Home

Morgen geht es los… (15.08.2019)

Für mich geht es ab morgen ein Jahr lang nach Cochabamba (Bolivien). Dort verbringe ich mein Auslandsjahr um die bolivianische Kultur und die spanische Sprache kennen zu lernen. In Cochabamba werde ich bei Gastfamilien wohnen und wie in Deutschand in die Schule gehen.

Der Koffer ist schon gepackt und ist wie ich bereit für den Abflug. Bei mir steigt immer mehr die Aufregung und die Vorfreude auf das Jahr. Der Flug und alles andere steht schon wochenlang fest, jedoch wirkt es immer noch unwirklich, dass es schon bald ein Jahr lang für mich nach Bolivien geht.

Mein erster Tag (18.08.2019)

Gestern Nachmittag bin ich endlich in Cochabamba angekommen. Am Flughafen wurde ich von meiner Gastfamilie ganz herzlich empfangen. Nach dem ersten Kennenlernen sind wir mit dem Auto durch Cochabamba gefahren und die Familie hat mir alle wichtigen Orte in der Stadt gezeigt. Bei der Stadtrundfahrt sind mir besonders die Armut vieler Menschen, fast ausschließlich unfertige Häuser und der aufdringliche Lärm von Hundegebelle aufgefallen. Außerdem war es auch interessant zu sehen, dass die Autos hier keine Anschnallmöglichkeiten haben.  Nach der Stadtrundfahrt ging es dann zu meiner Gastfamilie nach Hause, wo ich dann auch den Hund „Ryno“ kennen lernen durfte.

Meine erste Schulwoche (04.09.2019)

Meine erste Schulwoche (04.09.2019)

Seit letzter Woche gehe ich hier auch zur Schule gehen.
Ich gehe auf die kirchlich-katholische „La Salle“ Schule in Cochabamba.
Bis auf ein paar Nonnen und eine Kapelle ist die Schule aber gar nicht mal so kirchlich wie ich erwartet hatte. Innerhalb des Schulgeländes muss jeder eine vorgegebene Uniform tragen (Bild), welche aus schwarzen Schuhen, einer Anzughose, einem Hemd + Krawatte und einer Strickjacke besteht. An Tagen mit Sportunterricht muss man dann eine Sportuniform tragen…

Die Schule beginnt hier um 7:30 Uhr morgens und endet um 13:05 Uhr. Das ist ziemlich praktisch, denn die Schule endet dann, wenn es hier anfängt warm zu werden.

In der Schule gibt es nur Einzelstunden, was dazu führt, das man sieben verschiedene Fächer pro Tag hat. Zwischen diesen sieben Stunden gibt es nur eine Pause, welche ca. 30 Minuten geht. Im Unterricht bin ich noch ein wenig hilflos und meistens gelangweilt, da ich fast nichts verstehe und  hier fast ausschließlich Frontalunterricht stattfindet, das heißt, der Lehrer erzählt etwas und alle anderen sollen mitschreieben.

Schulgebäude
Schulhof

Am Wochenende habe ich einige Austauschschüler hier in Cochabamba kennengelernt. Eigentlich war geplant, das von jedem die Gastmutter mitkommt, jedoch war meine Gastmutter auf Arbeit und als Ersatz habe ich meinen neuen großen Bruder Jose Andres  mitgenommen…

Meine ersten Reisen (08.10.2019)

Ich habe mich hier schon mehr als einen Monat nicht gemeldet und das weil bei mir so viel passiert ist und einfach keine Zeit war. Mein Gastbruder hatte seine Konfirmation, ich hatte meine erstes offizielles Rotarytreffen und ich bin quer durch das Land gereist.
Zum einen bin ich mit meiner Gastfamilie nach La Paz (Stadt auf 3000 m Höhe) geflogen. Dort habe ich die Verwanten auf einem großem Familientreffen kennengelernt. Außerdem haben wir die Stadt mithilfe der für La Paz bekannten Seilbahnen erkundet.
Das Wochenende darauf habe ich mit den anderen deutschen Austauschschülern Deutschland auf einem Kulturfestival repräsentiert. Dabei wurden wir von einem Deutschen Lokal unterstützt und unser „Deutschlandstand“ bestand nur aus Alkohol und Süßigkeiten. Was aber mega cool war, ist das uns der Restaurantbesitzer auf ein Gratis-Essen bei Ihm im Restaurant eingeladen hat. Diese Einladung haben wir natürlich angenommen, jedoch war das Essen nicht wirklich „Deutsch“.
Letzte Woche war ich dann mit den Austauschschülern von Rotary (meine Austauschorganisation) in Samaipata, eine kleine Stadt bei Santa Cruz. Die anderen Austauschschüler sind alle sehr nett und es ist echt verrückt von wo überall die Schüler kommen. Die Hälfte der Schüler kommen aus Fankreich oder Belgien, die anderen kommen aus den USA, Kanada, Deutschland, Alaska, Slowakei, Dänemark, Schweiz und aus Bermuda. In Samaipata haben wir die letzte Inkasiedlung besucht und sind viel gewandert. Da Samaipata im Dschungel liegt ist es anfangs sehr warm, jedoch hat es nach zwei Tagen in Strömen geregnet, wodurch es auch kälter wurde. Meine nächste große Reise steht in einem weiterem Monat an, denn dann reise ich mit den Austauschschülern durch Bolivien.

Inkasiedlung
Inkasiedlung


Präsidentschaftswahlen (25.10.2019)

Gerade ist die Situation hier in Bolivien etwas kritisch.
Letzten Sonntag waren Präsidentschaftswahlen und die sind ein wenig anders gelaufen als die, die man aus Europa kennt.
Zum einen muss man wählen gehen, denn sonst kann man die nächsten drei Montate kein Geld abheben. Zum anderen hat der derzeitige Präsident die Wahlen manipuliert, damit er diese wieder gewinnt. Das jedoch wurde herausgefunden und die Menschen waren wie zu erwarten nicht so erfreut darüber.
Aus diesem Grund sind seit Dienstag die Menschen auf den Straßen und protestieren gegen den Präsidenten. Der Präsident hat jedoch auch Befürworter, die dementsprechend Gegendemonstrationen veranstalten.
Diese Demonstrationen sind andere als friedlich. Die Menschen beschießen / bewerfen sich mit Silversterraketen, Steinen und Molotovs.. Gestern wurde sogar Dynamit vor dem Büro meiner Gastmutter gezündet. Zwischen all den Demonstranten ist dann noch die Polizei, die mit Gasen versuchen die Menschenmengen voneinander fernhalten.
Außerdem ist so gut wie jede Straße blockiert, weshalb man auch kein Auto mehr benutzen kann.
Wegen der derzeitigen Gewalt in der Stadt darf ich seit Dienstag das Haus nicht mehr verlassen. Daher hatte ich diese Woche keine Schule und auch nachmittags konnte ich nichts wirklich machen. Da es ungewiss ist, wann die Proteste und die damit verbundende Gewalt enden stehen mir wahrscheinlich noch einige langweilige Tage Zuhause bevor.

Trinidad (27.12.2019)

Über die Feiertage war ich zwei Wochen in einer kleinen Stadt am Amazonas namens Trinidad. Durch die Lage der Stadt herrschen dort sehr warme Temperaturen und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. An Weinachten zum Beispiel waren es 35°C …In den zwei Wochen habe ich so viele neue Dinge gesehen und erlebt, dass es mir schwer fällt alles aufzuzählen. Ich habe Tiere wie Papageien, Alligatoren, weiße Delfine, Capihuaras und viele weitere exotische Tiere mehr in der freien Natur gesehen. Zudem habe ich neues Essen wie Krokodilfleisch probiert.


Jedoch habe ich auch die erschreckende  Armut der Menschen gesehen, denn in Trinidad sind viele Häuser nur notdürftig aus Metall, Holz und Plastikresten zusammengebaut. Da die Stadt im Amazonas also im Regenwalt liegt, regnete es an manchen Tagen auch dementsprechend viel. Das hatte zur Folge, dass viele Häuser Unterwasser standen und somit auch alles was die Menschen dort besaßen.
Morgen ist die Zeit hier in der Hitze auch schon wieder vorbei, denn dann fliege ich zurück nach Cochabamba.

Geschenke verteilen (29.12.2019

Gestern Abend sind wir wieder in Cochabamba angekommen und im Vergleich zu Trinidad ist es hier echt total kalt.
Heute Morgen bin ich schon sehr früh aufgestanden, denn wir Austauschschüler haben uns mit unserer Organisation sozial engagiert. Wir sind morgens knapp eine Stunde zu einer der ärmsten Regionen der Stadt gefahren um dort an Straßenkinder Geschenke, Essen und Trinken zu verteilen. Es war zum einen erschreckend zu sehen wir manche Kinder und Erwachsene leben, jedoch war es auch total toll zu sehen wie man Menschen mit wenigen Sachen glücklich machen kann. An dem Morgen haben wir über 200 Kinder und zum Teil auch Erwachsene beschenkt und glücklich gemacht.

Get new content delivered directly to your inbox.

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten